Verabschiedung von Herbert Schott

Verabschiedung_Schott_1Feldatal Groß-Felda (mes). Es war ein bewegender Moment, als der bisherige Chorleiter des Evangelischen Posaunenchores, Herbert Schott den Dirigentenstab an seinen Nachfolger Dirk Weber übergab. 28 Jahre lang prägte Herbert Schott die musikalischen Belange des Evangelischen Posaunenchor Groß-Felda wie kein anderer. Sein Name war stets eng mit dem des Posaunenchores verbunden und bis weit über die eigenen Gemeindegrenzen hinweg bekannt.

Im Rahmen eines Festgottesdienstes wurde am vergangenen Sonntag eine Ära beendet und viele waren gekommen, um sich bei Herbert Schott für das Geleistete und die Freude, die sich durch die Musik erfahren haben, zu bedanken. Wie hätte man einen Chorleiter würdiger Verabschieden können, als mit einem musikalisch geprägten Gottesdienst. Der Evangelische Posaunenchor Groß-Felda und Silke Werth an der Orgel sorgten dabei für reichlich Abwechslung im musikalischen Programm. Extra für diesen Tag hatte sich Herbert Schott das Stück „Wind of Change“ von den Scorpions gewünscht.

Der Wind der Veränderung weht nun auch im Posaunenchor und wird hoffentlich viel Neues und gute Veränderungen mit sich bringen. „Ich freue mich, dass ich nun ein Stück Verantwortung in jüngere Hände übergeben kann“, so Herbert Schott. Die Musik und die Arbeit im Chor habe ihm stets Freude bereitet, nun sei es aber an der Zeit, eine Veränderung einzuläuten und die Weichen für die Zukunft zu stellen. Mit Dirk Weber habe man ein Eigengewächs als neuen Chorleiter gefunden, der mit Sicherheit vieles anders machen werde, aber auch alt bewahrtes zu schätzen wisse. „Ich freue mich zu sehen, dass meine Arbeit nun weitergeführt wird und die Zukunft des Chores gesichert ist“, freute sich Herbert Schott.

Auch für ihn sei der Anfang damals im Jahre 1985 nicht leicht gewesen, waren die Fußstapfen von Willi Geiß doch sehr groß. Es sei wichtig, dass sich jeder Bläser auf Neuerungen einstelle, gleichzeitig aber auch der Chorleiter bedenken müsse, dass es sich um einen Chor mit Hobbymusikern handele, die ihre Freizeit aufwenden, um mit Musik anderen Menschen Freude zu schenken. Pfarrerin Susanne Gessner war ebenfalls sichtbar gerührt, dass mit Herbert Schott nun ein Chorleiter in den Ruhestand gehe, dessen Name immer im Zusammenhang mit dem Posaunenchor und der kirchenmusikalischen Arbeit gefallen sei.

Verabschiedung_Schott_2Im Jahre 1962 habe Herbert Schott als Bläser im Posaunenchor begonnen, bevor er in der Zeit von 1983 bis 1985 die Chorleitung des Posaunenchor Stumpertenrod übernommen habe. Seit 1985 sei Herbert Schott Chorleiter des Evangelischen Posaunenchores Groß-Felda gewesen und habe die Entwicklung des Chores und auch der Kirchenmusikalischen Arbeit wie kein anderer geprägt. Immer wieder habe Herbert Schott die Auftritte planen müssen, neue Stücke auswählen und mit dem Chor einstudieren müssen und dafür Sorge tragen müssen, dass eine blasfähige Truppe vorhanden sei. Der Posaunenchor sei ein wichtiger Teil im Leben von Herbert Schott gewesen und so habe die Familie oft zurückstecken müssen, wenn er für den Posaunenchor unterwegs war.

Wer mit Gott unterwegs sei, der erreiche immer sein Ziel, so die Pfarrerin. Es sei schön auf das eigene Leben zurückzublicken und festzustellen, dass man in 30 Jahren als Chorleiter ganz viel erreicht habe und das eigene Engagement im Posaunenchor auch das eigene Leben bereichert habe. Gott habe für Herbert Schott die Musik als Weg auserwählt und ihn bei all seinen Höhen und Tiefen in den vergangenen drei Jahrzehnten unterstützt, so Susanne Gessner. Wenn man überlege, dass der Chor jeden Donnerstag probe und mit den Auftritten zusammen der Chor im Schnitt alle vier Tage zusammen komme, dann sei das eine große Verantwortung, die Herbert Schott als Chorleiter getragen habe. Passend zu dem Stück „Wind of Change“ überreichte Susanne Gessner ein Segelboot als Zeichen der Veränderung an Herbert Schott.

Auch die Vorsitzende des Bezirk Oberhessen im Posaunenwerk der Evangelischen Kirche, Lydia Appel-Moritz, bedankte sich bei Herbert Schott für alles, was er für den Chor und die Menschen geleistet habe und überreichte ein Urkunde als Zeichen der Anerkennung. Neben der Freude, die Herbert Schott den Menschen durch die Musik gebracht habe, habe er sich stets für die Nachwuchsausbildung eingesetzt und damit viele junge Menschen die Freude an der Musik vermittelt.

Bürgermeister Dietmar Schlosser nutzte die Gelegenheit, sich bei Herbert Schott im Namen der Bürger für die Musik und die Freude zu bedanken, die er den Bürgern bereitet habe. Herbert Schott habe als Chorleiter dafür Sorge getragen, dass der Chor ein hohes musikalisches Niveau erreicht habe und sei dabei was die Wahl der neuen Stücke angehe, stets offen für Veränderungen gewesen.

Oswin Hacke vom Spielmanns- und Fanfarenzug Feldatal bedankte sich für die gute Zusammenarbeit bei zahlreichen musikalischen Aktivitäten und auch bei der Unterstützung bei der Gestaltung des Ostermarktes.

Robert Belouschek fand ebenfalls Worte der Anerkennung für die Arbeit von Herbert Schott. Gemeinsam mit dem Posaunenchor habe er den Bürgern des Feldatals und auch den Senioren bei den Seniorennachmittagen viel Freude durch die Musik gebracht. Für Herbert Schott sei es stets eine Selbstverständlichkeit gewesen, für die Menschen da zu sein, so Belouschek.

Der Vorsitzende des Evangelischen Posaunenchores, Gerhard Zulauf bedankte sich im Namen der Bläser bei Herbert Schott und bedankte sich mit einem Geldgeschenk und einem handgearbeiteten Feldatalwappen, gefertigt von Matthias Langer, bei dem langjährigen Chorleiter.

Zu Gast an diesem Tag war auch Las Wicke vom freundeten Posaunenchor aus Schwarz. „Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit heute hier zu sein und mich bei Herbert Schott für die gute Zusammenarbeit der Chöre zu bedanken“, so Wicke. Gerade in jüngster Vergangenheit sei die Zusammenarbeit der Chöre durch gemeinsame Aktivitäten im Bereich der Nachwuchsausbildung durch Herbert Schott wieder verstärkt worden.

Im eigenen Chor habe er schon erleben können, dass der Stabwechsel an Jüngere ein großer Schritt für den Chor sei, aber in Hinblick auf das Weiterbestehen notwendig sei. Sichtlich gerührt von all den Worten der Anerkennung für seine geleistete Arbeit, bedankte sich Herbert Schott bei allen, die ihm diesen schönen Abschiedstag bereitet haben. „Es war eine schöne Zeit, die ich nicht missen möchte und ich bleibe dem Chor auf jeden Fall als Bläser erhalten“, versicherte Schott. Der Posaunenchor sei stets wie eine große Familie gewesen, die ihm viel Freude bereitet habe. „Für mich wird es nun eine ganz neue Erfahrung sein, in den Reihen der Mitbläser zu sitzen und ganz ohne Verantwortung die Musik auf mich wirken zu lassen,“ so Schott.

Auswahlchöre Oberhessen
Gesucht – Gefunden

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kommende Termine
  • 14. Juni 2020 10:00ABGESAGT Junior-Brass auf dem Hessentag
  • 19. Juni 2020 20:00Brass-ON in Gettenau
  • 2. August 2020Jugend-Brasscamp 2020
  • 27. September 2020 09:00Dekanats-Bläsertag in Schlitz
  • 23. Oktober 2020Anfängerausbilder und Anfänger III
  • 20. November 2020Chorleitung I
  • 29. November 2020Brass-ON in Freienseen
  • 27. Dezember 2020Weihnachtslehrgang für Fortgeschrittene
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